Sorgfaltspflicht Sorgfaltspflicht Sorgfaltspflicht Sorgfaltspflicht

Ein Herdenschutzhunde-Halter sollte jederzeit nachweisen können, dass er seine Sorgfaltspflicht bezüglich Haltung und Einsatz dieser Hunde einhält – insbesondere natürlich im Zusammenhang mit möglichen Vorfällen.

Ein wesentlicher Schritt ist bereits mit dem ausschliesslichen Einsatz offiziell registrierter Herdenschutzhunde getan. Solche werden nach Vorgaben des Bundes gezüchtet und ausgebildet (und somit beispielsweise auch gezielt mit Menschen sozialisiert) und es gibt ein Monitoringprogramm zu diesen Hunden.

Ebenfalls wichtig ist eine regelmässige und vor allem auch dokumentierte Risikoanalyse bezüglich Vorfällen mit Herdenschutzhunden samt Ableitung und Umsetzung von entsprechenden Massnahmen. Der Ratgeber „Herdenschutzhunde im Weidegebiet“ hilft hierbei, u.a. mittels einer einfachen Checkliste.

Auch der Signalisation der Einsatzgebiete der Herdenschutzhunde kommt eine grosse Bedeutung zu. Wo Wanderwege ins Weidegebiet mit Herdenschutzhunden führen, muss die Hinweistafel Herdenschutzhunde montiert werden – sind die Hunde wieder weg, so gehört auch die Tafel abgedeckt oder abmontiert. Und zudem kann der Einsatz von Besucherlenkungstafeln sehr dienlich sein – insbesondere um Wanderer etc. frühzeitig zu informieren, dass vom Mitführen von Begleithunden in Regionen mit geschützten Herden dringend abgeraten wird. So können daran interessierte Touristen mögliche Alternativrouten ins Auge fassen.

Nicht mit der Sorgfaltspflicht zusammenhängend, aber unumgänglich ist für den Herdenschutzhunde-Halter sowie auch für betroffene Alpgenossenschaften der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung, in deren Police explizit aufgeführt ist, dass die Herdenschutzhunde Bestandteil des Betriebs sind. Für die Hirten besteht bezüglich Herdenschutzhunde somit kein weiterer Versicherungsbedarf.

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